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Gewicht

Durch Übergewicht zu einem kurzen Leben?

Frau in zu weiter HoseZahlreiche Studien beschäftigen sich mit dem Zusammenhang von Übergewicht und dem Altern. Früher galt es als schick, wenn Frauen wahre Rubensfiguren hatten und „ordentlich etwas dran war“. Doch nicht nur die Männer waren dem sehr zugetan, auch die Frauen sahen darin für sich klare Vorteile. Durch das zusätzliche Fettpolster auf der Haut zeigten sich weniger Falten auf der Haut. Das der Hang zum Übergewicht allerdings alles andere als erstrebenswert ist, wird in aktuellen Untersuchungen immer klarer. Die schockierende Erkenntnis: Wer über 40 ist und deutlich zu viel Gewicht mit sich herum trägt, der verkürzt dadurch seine Lebenserwartung um mindestens drei Jahre.

Die niederländischen Forscher gehen sogar noch ein bisschen weiter und stellen die Behauptung auf, wer sein Gewicht in der Alterspanne zwischen 35 und 45 Jahre nicht im Zaum hält, der lebt einfach ungesund und das rächt sich im Alter. Sie stellen weiter fest, dass ein großes Maß an Übergewicht für den Körper und den Gesundheitszustand ebenso schädlich ist, wie das Rauchen. Wer also übergewichtig ist und dazu noch raucht, stirbt sogar bis zu 13 Jahre früher als der Durchschnitt. Grundlage für diese Ergebnisse bildet ein Vergleich der Bevölkerungsstatistiken in den Jahren von 1948 und 1990. Während dieses Zeitraums wurden Daten von knapp 3.500 Freiwilligen gesammelt und entsprechend ausgewertet. Auffälligstes Kriterium zwischen den Geschlechtern, Frauen sterben durchschnittlich 7,1 Jahre eher, Männer 5,8 Jahre eher als Menschen, ohne Übergewicht und der Sucht zu rauchen. Ein kleiner aber nicht unbedingt bedeutsamer Unterschied.

Der Grund für das schnellere Altern ist allerdings nicht allein in der Tatsache zu suchen, dass zu viel Fett die Organe, Knochen und Muskeln stärker belastet als eine ausgewogene Figur. Auch die Lebensgewohnheiten allgemein spielen eine Rolle, da davon auszugehen ist, dass sich übergewichtige Männer und Frauen generell viel weniger bewegen und sich ungesünder, also unausgewogener, ernähren. Demnach werden nicht nur Zucker und Fette zu viel eingelagert, es fehlen oft auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe und so ist die Regenerationsfähigkeit der Zellen allgemein gestört. Die Zellteilung kann nicht mehr ausreichend stattfinden, die Durchblutung wird schlechter, der Wasserhaushalt stimmt nicht mehr und das führt speziell im Gehirn und am Herzen dazu, dass die Versorgung nicht mehr ausreichend gesichert wird. Man ist zwar satt, doch der Körper hungert quasi weiter. Da ist ein Umdenken erforderlich, bei dem nicht nur optische Gesichtspunkte mit einbezogen werden sollten, sondern auch gesundheitliche.